Musik ist eine ständige Reise... und unsere Songs sind die Straßen, die wir dabei bauen und entlanggehen. Sober kommt meistens mit
Fragmenten eines Wegs: ein paar Takte, ein paar Schritte – ein erster Pfad in irgendeine Richtung. Floyd nimmt diese Baustelle dann im Studio auseinander, räumt das Dickicht beiseite und
zieht die Linien, damit die Wehmut auf Reisen geht. Dies ist die Spur, die Aufbruch an einem Ort mit dem Ankommen an einem anderen verbindet. Es ist einfach das Spannungsfeld aus beiden, bei
dem Technik und Gefühl genau ineinandergreifen müssen... in Klang und Bild.
Manche Musiker verbringen ihr Leben damit, das perfekte System zu lernen. Andere fangen einfach an zu gehen.
Der Wanderer
Sober ist einer der Wanderer auf diesem Weg.
Seine Geschichte beginnt früh – mit dem Drang, Melodien einzufangen, die es in der realen Welt nicht gab. Er hat nie gelernt, nach strengen Lehrbüchern zu spielen. Er ist auf keinem
Instrument ein klassischer Meister, aber er beherrscht das wichtigste Handwerk von allen: die Vorstellung.
Wenn ein Klang auftaucht, wenn ein Sound im Kopf klingt, greift er nach dem, was passt. Die Gitarre, Keyboard, ein einfacher
Rhythmus. Es entsteht aus dem Bauch heraus, ungeplant, rau und echt. Je weiter er geht, desto dichter werden die Songs. Selten schon perfekt, aber sie haben eine Seele.
Sie sind die Pfade im Dickicht.
"Ein Pfad ist kein Versprechen. Es ist nur eine Richtung."
- Sober
Doch ein rauer Pfad reicht nicht aus, um eine Reise zu beginnen. Es braucht jemanden, der ihn begehbar macht.
Der Handwerker: Floyd
Es braucht jemanden, der das Fundament gießt und einen sicheren Weg daraus baut. Das ist Floyd – mit dem Blick eines Handwerkers für das Wesentliche:
Stabilität, Präzision und logische Abläufe. Immer schon der Drang, Dinge zu zerlegen, ihre Funktionsweise zu begreifen und sie neu wieder zusammenzusetzen.
Musiker, Bastler und Handwerker
Als in der Schulzeit mit Freunden der Entschluss fiel, eine Band zu gründen, stand Floyd am Bass und Mikro. Eine musikalische Ausbildung gab es hier auch nicht.
Weil Geld knapp war, wurde aus dem Musiker ganz automatisch der Handwerker: Floyd fing an, Verstärker zu modifizieren, Boxen zu bauen, Instrumente zu
optimieren.
Creative Producer
Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus immer mehr auf das Festhalten der Musik. Die Werkzeuge wechselten, die Leidenschaft blieb: Von den ersten
MIDI-Drum-Loops bis zum legendären Tascam 4-Spur-Rekorder. Da wurden Delay- und Reverb-Bodentreter noch per Insert direkt aufs Band gedrückt – und das hatte Charme und Charakter.
Und war ein Commitment.
Das Leben zog weiter, der Beruf, die Familie und die Zeit für die Musik wurde immer mal wieder knapp. Es blieb immer ein Hobby. Aber die Leidenschaft schlief nie. Floyd schrieb weiter am Soundtrack seiner Schritte.
Die Symbiose im digitalen Studio
Heute schließt sich der Kreis im modernen Studio. Floyd ist geblieben, was er immer war: ein technik- und computeraffiner Bastler. Der Rechner ist zu seinem eigentlichen Hauptinstrument geworden. Um die instrumentelle Breite zu erreichen, nutzt er heute Plugins, greift zu seinem Bass und den Gitarren, steuert ab und zu den Gesang bei.
Wenn Sober im kreativen Lauf die Instrumente bespielt und Fragmente hinterlässt, setzt Floyd sich an den PC. Er hört das Rohe, das Ungefilterte – und beginnt zu schrauben. Floyd bringt die Ordnung. Er nimmt Sobers unwegsamen Pfad, bändigt das Chaos und zieht die klaren Grenzen. Er baut das Fundament, auf dem aus einem flüchtigen Gefühl eine feste Straße wird.
„Ein Song ist die Straße, die zwei isolierte Punkte verbindet.“
- Floyd
„Unsere Songs entstehen im Dazwischen: Wo Chaos auf Struktur trifft und Melancholie einen Rhythmus bekommt. Wir machen keine Musik für den Hintergrund – unsere Songs sind Soundtracks für eine Reise, auf die man sich einlassen muss, um anzukommen.“
- FGP