Der Weg von Floyd Groener in der Musikproduktion reicht zurück bis in die Pionierzeit der digitalen Audiotechnik. Bereits Ende der 1980er-Jahre – kurz nach der
Etablierung des MIDI-Standards – legte er das Fundament für sein heutiges Know-how. Seine ersten Produktionen entstanden unter den technischen Bedingungen der DOS- und frühen Windows-Ära mit
dem Sequenzer Passport Trax, Tracktion, einer Sound Blaster-Karte und dem
Expander Korg AG-10. Das alles wurde dann in einem Tascam Porta Two, einem 4-Spur-Kassetten-Rekorder, "gemastert".
Über viele Jahre hinweg experimentierte er als Bedroom-Recorder mit verschiedensten Konfigurationen. Das Ziel war stets ein minimaler technischer Fußabdruck: so
mobil, kompakt und leistungsfähig wie möglich. Auf der Suche nach dem idealen Setup testete er diverse Systeme und Geräte, dokumentierte diese Erfahrungen über Jahre in einem eigenen Blog und
berichtete als Autor für verschiedene Fachmagazine über die Entwicklungen am Markt. Nach Jahren des Experimentierens beendet schließlich die technische Entwicklung das Ganze: Heute
ermöglichen Laptops, preiswerte Mikrofone und hochperformante Plugins komplette, professionelle Produktionen direkt auf dem Schoß.
Aus den ersten Recording-Erfahrungen mit frühen DAWs und dem späteren Wechsel zu Studio One ist das heutige Studio entstanden. Diese Umgebung ist
vollständig auf den Workflow optimiert – ausgestattet mit einem leistungsstarken Rechner sowie einer gezielten Auswahl an professioneller Hardware und Software.
Der jüngste und konsequenteste Schritt im Bereich der Studio-Optimierung war der komplette Wechsel von der Windows-Welt zu Apple. Heute bildet ein Mac Mini das
performante Herzstück des Studios, während ein MacBook Pro maximale Mobilität garantiert.
Dieses Setup dient nicht mehr nur der Musikproduktion: Mit dem Mac hielt auch die Videoproduktion Einzug, die als neue visuelle Ausdrucksform das musikalische
Schaffen von Floyd und Sober heute perfekt ergänzt.
Mit über drei Jahrzehnten Erfahrung verbindet sich hier das handwerkliche Wissen der ersten Stunde mit einem hochmodernen, hybriden Workflow für Audio und Video.
Herzstück: Ein lautloser, digitaler Kern, der die Welten von Audio und Video zusammenhält.
Ghosts in the Machine: Studio One ist die leere Leinwand. Und: ausgewählte, zeitlose VST-Klassiker, um dem Sound die richtige Fülle zu geben.
Holz und der Stahl: Echte Saiten. Echte Resonanz. Im Studio warten Instrumente von Fender, Gibson, Gretsch , Yamaha und Ibanez. Trotz und wegen der Emulation.
„Wir nutzen High-End-Prozessoren, aber wir jagen den Sound durch Dreck, Holz und Stahl. Erst wenn die Perfektion der Nullen und Einsen bricht, atmet die Musik.“
- FGP
Der Mythos vom ‚analogen Sound‘ stirbt spätestens im EarPod des Hörers.
"Wir jagen Billionen von Plugins hinterher, streiten über analogen Voodoo und ertrinken im Software-Overflow. Und während die KI den
nächsten Hype generiert, verdrängen wir die Realität: Die heutige Hörkultur nivelliert das Meiste.
Welcher analoge Zauber soll übrig bleiben, wenn die Musik vom Smartphone gestreamt wird?
Hören wir auf zu lügen. Ein Song braucht keine Röhrenwärme, er braucht eine Seele.
Am Ende ist ein guter Song ein guter Song – egal, wie billig die Kopfhörer waren."
- Floyd Groener